Lehren aus den USA

Wie extreme Rechte erst eine Partei und dann ein ganzes Land übernehmen

Annika Brockschmidt (c) Frederike Wetzels web
Annika Brockschmidt
Wann sind die US-Republikaner in eben jenen Extremismus abgedriftet, der heute eine Wiederwahl von Donald Trump denkbar macht? Lassen sich die Hintergründe und Prozesse eines solchen Abdriften analysieren und übertragen? Was bedeutet ein Sieg von Donald Trump für deutsche Rechtsextremisten und für die Positionierung der Parteien in Deutschland?

Veranstaltung:

22. Oktober 2024
, Schlachthof Wiesbaden

Referent:in:

Annika Brockschmidt

dokumentation

Hier finden Sie unsere Dokumentationen und Veranstaltungsaufzeichnungen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen. Mit fundierten Analysen und spannenden Gesprächen bieten wir Einblicke, Hintergründe und Perspektiven zu relevanten Entwicklungen.

Mitschnitt der Veranstaltung

Interview

Mahnendes Beispiel für europäische Konservative

„Plakative Vergleiche der Situation in Deutschland mit jener in den USA sind wenig hilfreich, dazu bestehen zu viele Unterschiede zwischen beiden Ländern, vom politischen System bis hin zur Religionslandschaft“, sagt die Journalistin und USA-Kennerin Annika Brockschmidt. Doch der heutige Zustand der Republikanischen Partei müsse für europäische Konservative als mahnendes Beispiel dafür dienen, was passiert, wenn man sich mit Extremisten einlässt. „Von nun an – es mag noch so pathetisch klingen – steht bei jeder der kommenden Wahlen in den USA nicht weniger als die amerikanische Demokratie auf dem Spiel“, so Brockschmidt.

Annika Brockschmidt zeichnet in ihrem Buch „Die Brandstifter – Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen“ den Weg dieser Partei in den „Trumpismus“ nach und stellt ihre wichtigsten Akteur:innen vor. Sie zeigt auf, wie die Partei lange vor Trump und der „Tea Party“ mit rechten Themen die politische Bühne bespielte. Dabei wird deutlich, wie eng bei- und nebeneinander Rechtsextremismus und Konservatismus in den USA schon immer waren. Brockschmidt berichtet, wie historische Entwicklungen und Machtkämpfe die Partei geprägt und radikalisiert haben – und warum das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2024 nicht nur für die USA von entscheidender Bedeutung sein wird.

Konservative müssen sich vom Rechtsextremismus abgrenzen

Annika Brockschmidt betont die Notwendigkeit für Konservative, sich vom Rechtsextremismus eindeutig abzugrenzen und beschreibt die destruktive Entwicklung, die folgt, wenn Konservative stattdessen glauben, „die radikalen Elemente in den eigenen Reihen kontrollieren und für sich politisch nutzen zu können“.

Moment mal! fragt Annika Brockschmidt:

Annika Brockschmidt hat Geschichte, Germanistik und War and Conflict Studies studiert. Sie arbeitet als Journalistin, Autorin und Podcast-Produzentin. Sie beschäftigt sich vor allem mit Themen wie der religiösen Rechten in den Vereinigten Staaten. Ihr Buch „Amerikas Gotteskrieger“ über die Macht der Religiösen Rechten in den USA war 2021 ein Bestseller. Aktuell erschienen: „Die Brandstifter: Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen“

verantwortung

Jede unserer Veranstaltungen ist eine öffentliche Demonstration. Jeder Besuch ist ein Statement für die Demokratie. Jeder geteilte Inhalt setzt ein Zeichen und jeder Bericht dokumentiert, wie viele Menschen die rechtsradikalen Pläne als ernsthafte Gefahr begreifen.

Wir nehmen die demokratischen Parteien in die Pflicht. Ihre Verantwortung ist es, die Brandmauer gegen die rechtsextreme AfD aufrechtzuerhalten und alle Mittel der wehrhaften Demokratie gegen die AfD und ihre Vorfeldorganisationen einzusetzen. Parteitaktisches Kalkül darf keine Rolle spielen.

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